Im späten Frühjahr endet die Zander-Schonzeit. Den Sommer über steht er tagsüber in der Tiefe, so weit der Sauerstoff reicht, und kommt in der Dämmerung und nachts zum Jagen ins Flache.
Eignung je Tiefe von 0 bis 100, Juli und August. Die Werte sind eine begründete Schätzung aus Telemetriestudien, keine Messung an deinem See; die Konfidenz dieser Zeile ist niedrig–mittel.
| Tiefe | 0–1 m | 1–2 m | 2–4 m | 4–6 m | 6–10 m | 10–15 m | ab 15 m |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eignung | 10 | 50 | 75 | 100 | 60 | 15 | 0 |
Im Juni rechnet Fang! den Zander noch in der Laichzeit (bis 30. Juni) und bewertet die Tiefe an vermessenen Seen dann nicht — manche Männchen bewachen noch ihre Nester.
Die Tabelle nutzt Fang! an vermessenen Seen für die Tiefe vor deinem Angelplatz. Welche Faktoren sonst in den Score eingehen, steht unter Methode.
Wann die Zander-Schonzeit endet, regelt jedes Land selbst. Der Zander laicht von April bis Juni ab etwa 10–14 °C in Nestern in 1–3 m Tiefe, auf Kies, Sand oder Wurzeln; das Männchen bewacht das Gelege. Wenn die Schonzeit endet, ist ein Teil der Fische damit noch nicht fertig. Ein Zander, der direkt auf dem flachen Nest beißt, wird am besten sofort zurückgesetzt.
Schonzeiten und Mindestmaße legt jedes Bundesland selbst fest, dazu kommen Gewässerordnung und Erlaubnisschein. Die Angaben hier sind eine Übersicht, keine Rechtsauskunft — Regeln vor Ort prüfen.
Im Sommer steht der Zander über der Sprungschicht und ist insgesamt der tiefste der drei Raubfische (Říha et al. 2022, Westrelin et al. 2021). Fang! wertet im Juli und August 4–6 m am höchsten, 2–4 m und 6–10 m dahinter, tiefer als 10 m kaum noch: dort fehlt in vielen Seen im Hochsommer der Sauerstoff.
Die Sichttiefe verschiebt das Bild: in klarem Wasser steht der Zander tagsüber tiefer, in trübem flacher (FishBase). Direkt mit Telemetrie gegen die Sichttiefe gemessen hat das niemand, den wir gefunden haben — deshalb rechnet Fang! diesen Effekt nicht in die Tiefe ein.
Der Zander hat hinter der Netzhaut eine spiegelnde Schicht (Tapetum lucidum) und sieht bei wenig Licht besser als seine Beute. Im Sommer ist die Zeit von etwa einer Stunde vor bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang die stärkste; nachts zieht er an Kanten und ins Flache. An trüben, bedeckten Tagen geht es auch tagsüber.
Tagsüber: Gummifisch am Jigkopf grundnah an der Kante, Faulenzer- oder Jigführung, Köderfisch auf Grund. In der Dämmerung und nachts: flach laufende Wobbler und Gummifische an Kanten zum Flachen, an Steinpackungen und Buhnen. Bei sehr warmem Wasser Fische schnell versorgen oder zurücksetzen — Zander reagieren empfindlicher auf Sauerstoffmangel als Hechte.
Fang! verbindet Wassertemperatur, Licht, Pegel und — an vermessenen Seen — die Tiefe vor deinem Platz zu einem Score für den Zander, Stunde für Stunde.
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